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Sylvette Westendorp

Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin

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Cooperative Praxis Verfahren

Eine Trennung bedeutet eines der einschneidendsten Ereignisse im Leben eines jeden, vergleichbar mit dem Tod eines Partners. Nicht selten reagiert man aus Hilflosigkeit und Ohnmacht darauf mit Streit, der regelmäßig vergangenheitsorientiert ist und deshalb nicht selten zu weiteren Verlusten und Niederlagen führt. 

Nicht nur für das eigene Wohlbefinden, sondern auch das der Kinder, wenn solche da sind, ist ein Weg zu finden, der für jeden der Betroffenen wieder neue Perspektiven schafft und verhindert, dass alles Vergangene und teilweise mühsam Erarbeitete bzw. Aufgebaute zerschlagen oder vernichtet wird.  

Genau dies kann aber ein Cooperative-Praxis-Verfahren verhindern.

Wir haben den Anspruch, Konflikte möglichst einvernehmlich zu regeln. Deshalb bieten wir neben der Mediation auch das Cooperative-Praxis-Verfahren als weitere Alternative an.

Hierbei handelt es sich um ein freiwilliges außergerichtliches Verfahren, ähnlich wie das Mediationsverfahren, in dem Sie mit Unterstützung Ihrer anwaltlichen Vertretung mit CP-Ausbildung direkt in den Verhandlungsprozess einbezogen werden und somit aktiv die Konfliktlösung mitgestalten können. Je nach Bedarf werden nach Absprache weitere Experten aus verschiedenen Professionen (z. B.  Steuerberater, Gesellschaftsrechtler, Fürsprecher der Kinder) hinzugezogen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die erarbeitete Vereinbarung unter Berücksichtigung der persönlichen Interessen aller Beteiligter ausgewogen ist.  

Da gerade bei einer Trennung Missverständnisse und/oder Unsicherheiten in Bezug auf den anderen nicht ausbleiben, ist es oftmals hilfreich, einen erfahrenen Coach/Berater, ebenfalls mit CP-Ausbildung, in den Gesprächsprozess miteinzubeziehen, um die Sicht auf die mögliche Lösung freizumachen. Alle Verfahrensbeteiligten sind aufgerufen, aktiv zur Lösungsfindung gemeinsam beizutragen. Es gibt keine Gegner, sondern nur unterschiedliche Interessen und Sichtweisen, die zusammengeführt werden müssen. Damit bekommen Sie die Möglichkeit, eine nachhaltige und faire Lösung zu erarbeiten, die auch in Zukunft tragfähig ist und damit eine gute Trennung ermöglicht.

Was ist der Unterschied zu anderen Verfahren?

1. Klassisches Verfahren

Hier werden über die Anwälte die gegenseitigen rechtlichen Positionen ausgetauscht. Kommt es zu keiner Einigung, entscheidet das Gericht. Dem haben sich die Betroffenen dann zu beugen.

KlassischesVerfahren web

2. Mediation

In diesem Verfahren sind die Betroffenen gefordert, ihre Interessen offenzulegen und selber Lösungen anhand ihrer Ressourcen zu erarbeiten. Der Mediator hat dabei die Aufgabe, den Gesprächsverlauf so zu unterstützen, dass dies den Betroffenen gelingt. Der Mediator ist also kein Interessenvertreter und entscheidet auch nichts für die Medianten. Anwälte haben in diesem Konfliktverfahren nur beratende Bedeutung im Hintergrund. Ihre Funktion besteht in der Regel darin, die von den Betroffenen selbständig erarbeiteten Lösungen auf Interessen- und Rechtmäßigkeit zu überprüfen.

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3. CP-Verfahren

Im Gegensatz zu den vorgenannten Verfahren werden die Betroffenen von Anfang an durch ihre Anwälte mit Mediatoren und spezieller CP-Ausbildung unterstützt, um den Konflikt unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Interessen zu lösen. Gerade wenn die Trennung noch nicht lange her ist und Gespräche von Emotionen geleitet sind, wird durch dieses Verfahren sichergestellt, dass der schwierigen persönlichen Situation eines jeden Einzelnen Rechnung getragen wird.  In der Praxis haben wir mit dieser „Verfahrensform“ ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. 

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Wie hoch sind die Kosten eines Cooperativen-Praxis-Verfahrens?

Die Kosten dieses Verfahrens bestimmen sich regelmäßig nach dem benötigten Zeitaufwand bis zum Abschluss der Vereinbarung und hängen somit von dem jeweiligen Stundensatz der beteiligten CP-Anwälte sowie der weiteren hinzugezogenen Professionen ab. Bei Abschluss einer Vereinbarung fällt für unsere Tätigkeit zusätzlich aus dem Gegenstandswert der getroffenen Regelungen eine außergerichtliche Einigungsgebühr mit dem festen Gebührensatz von 1,5 nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz an.

Für wen ist das Cooperative-Praxis-Verfahren geeignet?

Ein solches Verfahren ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie und Ihr Partner nach einer Trennung durch gemeinsame Kinder verbunden bleiben und beide eine faire Lösung finden wollen, die es Ihnen möglich macht, in Zukunft weiter miteinander respektvoll umzugehen. Sie möchten auf keinen Fall eine streitige und teure Auseinandersetzung miteinander, aber dennoch anwaltliche Unterstützung an Ihrer Seite haben, um sicherzustellen, dass alle mit der Trennung einhergehenden Folgen umfassend, verbindlich und im gegenseitigen Einvernehmen geregelt werden.  

Bei Interesse erläutern wir Ihnen gerne persönlich, bei einem unverbindlichen und kostenlosen Erstkontakt, Ihre Fragen zu diesem Verfahren und geben Ihnen eine Einschätzung, ob sich das Verfahren für Ihre Fallkonstellation eignet. Oftmals hat es sich bewährt, wenn Sie mit Ihrem/Ihrer Partner/Partnerin zusammen einen Termin vereinbaren, in dem wir Ihnen die verschiedenen Verfahren erläutern und Sie beide dann entscheiden, auf welche Art und Weise Sie Ihre Trennungs- und Scheidungsfolgen regeln und durch welchen/welche Anwalt/-in Sie jeweils vertreten werden wollen.

Weitere Informationen über das Verfahren und eine Auswahl von CP-Anwälten, mit denen wir gute Ergebnisse für die Mandanten erzielt haben, finden Sie unter:  https://www.cooperative-praxis-muenchen-expertenpool.de/

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